Abhandlungen zur Strahlenoptik. (Q2621292)
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scientific article
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Abhandlungen zur Strahlenoptik. |
scientific article |
Statements
Abhandlungen zur Strahlenoptik. (English)
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1933
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Vorwort des HeraUsgebers: ``Die Forschungen auf dem Gebiete der Strahlenoptik, mit denen der große irische Mathematiker \textit{W. R. Hamilton} von 1824 ab - damals erst 19 Jahre alt - zuerst in der Wissenschaft hervortrat, haben, wenigstens auserhalb Englands, ganz im Gegensatz zu den mit ihnen eng verknüpften Arbeiten in der analytischen Mechanik, nicht die Beachtung gefunden, die ihnen ihrer Bedeutung nach gebührt hätte. \textit{Hamilton}s Ziel war, mit ihnen eine Neugestaltung der Strahlenoptik herbeizuführen. Nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Anwendung in der optischen Praxis. In dieser Hinsicht ist der Erfolg fast biS zu unseren Tagen hin ausgeblieben und eine Änderung bahnt sich erst an in dem 1931 erschienenen Buch über Strahlenoptik von \textit{M. Herzberger}. Es konnte zwar nicht ausbleiben, daß einzelne Gedanken aus dem großen \textit{Hamilton}schen Problemkreis von anderer Seite wiedergefunden wurden - es möge hier nur auf die 1895 erschienene Schrift von \textit{H. Bruns}, Das Eikonal hingewiesen werden - aber die großen tragenden Ideen der \textit{Hamilton}schen Arbeiten haben sich in der Strahlenoptik gleichwohl nicht durchgesetzt. Selbstso eindringliche Hinweise auf die Bedeutung der \textit{Hamilton}schen Forschungen zur Optik, wie der von \textit{F. Klein} auf der Naturforscher-Versammlung in Halle 1891, sind ohne Widerhall geblieben''. ``Einer der Gründe für diese merkwürdige Erscheinung - und sicher nicht der geringste - dürfte der sein, daß die Transactions der R. Irish Academy, in denen \textit{Hamilton}s Arbeiten veroffentlicht wurden, auf dem Kontinent nur an wenigen Stellen zugänglich sind. Hierin Wandel zu schaffen, war ein alter Wunsch \textit{F. Klein}s. Daher habe ich bereits in dem Kriegsjahre 1915 diese \textit{Hamilton}schen Arbeiten ins Deutsche übertragen. Eine Veroffentlichung ist aber infolge der Schwierigkeiten der Kriegszeit und der Nachkriegszeit immer wieder unterblieben. Inzwischen sind nun gerade die Arbeiten \textit{Hamilton}s zur Strahlenoptik bequem zugänglich geworden durch den ersten Band der schönen Ausgabe der Mathtematical Papers \textit{Hamilton}s, mit der das neue Irland dem großen Forscher das schönste Denkmal zu setzen in Begriff steht. Es könnte daher fraglich erscheinen, ob eine deutsche Ausgabe dieser Schriften \textit{Hamilton}s heute noch Berechtigung habe. Indessen waren gerade Vertreter der optischen Praxis der Meinung, sie sei auch heute noch erwünscht, namentlich für die Studierenden, die sich der Strahlenoptik und ihrer Anwendung in der optischen Praxis widmen wollen. Andererseits haben diese \textit{Hamilton}schen Schriften heute auch über den Kreis der Optiker hinaus für alle Physiker dadurch besondere Wichtigkeit gewonnen, daß ihre Grundgedanken den ersten Keim jener eigentümlichen Verschmelzung der Emissionstheorie und der Wellentheorie enthalten, der sich heute in der neuen Wellenmechanik entfaltet hat (vgl. \textit{E. Schrödinger}, Abhandlungen zur Wellenmechanik, Leipzig 1927, S. 18)''. ``Ich habe nach dem Erscheinen der \textit{Hamiltons}chen Papers zunächst den Gedanken gehabt, die Übersetzug unter Einführung der Vektor-Schreibweise usw. der heutigen Ausdrucksweise des Physikers anzupassen. Indessen wäre das ohne allzu harte Eingriffe in den Text nicht möglich gewesen, und es wäre auch das ganze Kolorit der Zeit, in der die Arbeiten entstanden sind, verloren gegangen. So habe ich mich darauf beschränkt, nur in Kleinigkeiten die Schreibweise der Formeln zu modernisieren, und gebe im übrigen den unveränderten Text. Dafür habe ich umfangreichere Anmerkungen beigefügt, die dem heutigen Physiker das Lesen erleichtern sollen. Abgedruckt sind aus dem 15., 16. und 17. Bannde der Irish Transactions die Theorie der Strahlensysteme (und zwar unter Einschluß des erst in den Papers veröffentlichten zweiten Teils) und die drei Nachträge, sowie weiter einige der kleineren Schriften, die wesentliche Ergänzungen bringen. Dagegen habe ich die jetzt auch aus dem Nachlaß herausgegebene Erstlingschrift On caustics ebenso beiseite gelassen, wie die weiteren kleinen Schriften, die Einzelprobleme behandeln. Am Schluß der Anmerkungen ist eine kurze Darstellung des \textit{Hamilton}schen Gedankenkreises beigefügt, die zusammengehörige Dinge, welche in den Abhandlungen entsprechend der allmählichen Entwicklung der \textit{Hamilton}schen Ideen zerstreut auftreten, zusammenrückt.'' Inhaltsverzeichnis: Theorie der Strahlensysteme: Ein1eitung. 1. Teil: Über Systeme reflektierter Strahlen. 2. Teil: Über Systeme gebrochener Strahlen. Erster Nachtrag. Zweiter Nachtrag. Dritter Nachtrag. Kleinere Schriften zur Strahlenoptik: 1. Über eine Auffassung in der mathematischen Optik. 2. Über einige Ergebnisse, die aus der Einführung einer charakteristischen Funktion in die Optik entspringen. 3. Die wellentheoretische Zeit beim Durchgang von Licht durch ein Prisma. 4. Die Brennlängen und Abweichungen einer dünnen Linse aus einem einachsigen Kristall, deren Begrenzungsflächen Drehflächen mit den optischen Achsen des Kristalls als Drehachse sind. Anmerkungen: Zur Theorie der Strahlensysteme. Zum 1. Nachtrag. Zum 2. Nachtrag. Zum 3. Nachtrag. Zu den kleineren Schriften. Die Problemkreise in den \textit{Hamilton}schen Abhandlungen zur Strahlenoptik. Die Anmerkungen sind als ein besonders paginiertes, 117 S. umfassendes Heft dem Bande beigegeben.
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