Algorithms. From Hammurapi to Gödel (Q2769109)
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scientific article; zbMATH DE number 1700952
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Algorithms. From Hammurapi to Gödel |
scientific article; zbMATH DE number 1700952 |
Statements
5 February 2002
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algorithms
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Algorithms. From Hammurapi to Gödel (English)
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Es gibt kaum ein Gebiet der theoretischen Informatik, zu dem es so viele und gute Bücher auf dem internationalen Buchmarkt gibt, wie zur Thematik ``Algorithmen''. Unter dem Stichwort ``Algorithmen und Datenstrukturen'' ist das Gebiet ja auch Bestandteil im Grundstudium der Informatikausbildung an fast allen Universitäten. Die Absicht des Autors bei dem vorgelegten weiteren Buch zu dem Themenkreis ist es nun, die Einordnung des Gebietes unter dem Gesichtspunkt der Allgemeinbildung zu versuchen. Es wird die Auffassung vertreten, dass Algorithmen im Zentrum unserer Wissenschafts- und Kulturgeschichte stehen. Das ist sicher nicht neu, interessant erscheint, wie es dem Autor gelingt, mit geeigneter Themenauswahl das erneut zu begründen.NEWLINENEWLINENEWLINEDas gelingt mit einer verstärkten Berücksichtigung geisteswissenschaftlicher Themenkreise, mit der Betonung historischer Bezüge und mit heuristischen Überlegungen. So verwundert es auch nicht, dass ``Klassiker'' der Algorithmen, wie etwa der Euklidische Algorithmus oder das Sieb des Eratosthenes ausführlich besprochen werden. Auch auf Schulbezüge wird eingegangen.NEWLINENEWLINENEWLINEAnsonsten ist das Buch ähnlich wie viele andere dieses Themenkomplexes aufgebaut, nach ausführlichen historischen Überlegungen folgen übliche Paradigmen beim Algorithmenentwurf mit entsprechenden Beispielen aus mehr anwendungsbezogenen Gebieten. Dabei spielen auch Anwendungen aus der Graphentheorie eine Rolle. Parallelität und probabilistische Verfahren werden kurz angesprochen.NEWLINENEWLINENEWLINEEs folgt ein etwas umfangreicheres Kapitel über die Effizienz von Algorithmen, das bis zur P-NP-Problematik reicht. Auch Fragen der Berechnungstheorie, wie etwa die These von Church und das Halteproblem fehlen nicht, werden aber nur kurz genannt. Im folgenden Kapitel über Programmierung wird versucht, wichtige allgemeine Themenkomplexe zu nennen und meist an Beispielen zu diskutieren. Das geht bis zur Diskussion einiger konkreter Programmiersprachen wie Pascal, Prolog und Basic. Programmierumgebungen und Betriebssysteme folgen. Das Buch schließt mit einem Abschnitt über evolutionäre Algorithmen und neuronale Netze.NEWLINENEWLINENEWLINESich in einem doch relativ kleinem Buch so vielen Themen zuzuwenden ist wohl nicht einfach. So ist der Leserkreis wohl weniger im Bereich von Informatikstudenten zu suchen, sondern das Buch ist sicher gut geeignet, Schülern mehr über Informatik zu vermitteln, als das an allgemeinbildenden Schulen möglich ist (und damit ist es auch für Studenten von Lehramtsfächern interessant). Auch ist es sicher gut geeignet, Studenten von Magisterfächern aus geisteswissenschaftlichen Bereichen, die als ein Fach Informatik belegen, begleitend zur Seite zu stehen.NEWLINENEWLINENEWLINEIn diesem Sinne ist das Buch wohl wirklich neu und ich wünsche ihm viel Erfolg.
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