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Arithmetic books as documents of the history of mathematics and mathematical instruction - MaRDI portal

Arithmetic books as documents of the history of mathematics and mathematical instruction (Q2912390)

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scientific article; zbMATH DE number 6082695
Language Label Description Also known as
English
Arithmetic books as documents of the history of mathematics and mathematical instruction
scientific article; zbMATH DE number 6082695

    Statements

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    14 September 2012
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    arithmetic books
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    mathematical instruction
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    Arithmetic books as documents of the history of mathematics and mathematical instruction (English)
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    ``Recheneinschreibebücher sind Reinschriftbücher für Lösungen vorzugsweise arithmetischer Aufgaben,\dots'' (S. 1), auch mit weiteren Fragestellungen, vor allem Dreisatz; geometrische Themen hingegen dürften ``nur von einer sehr eng begrenzten Klientel von Nutzern\dots nachgefragt'' (S. 1) worden sein. NEWLINE-- Infolge ``der lebenspraktischen Bedeutung dieser Thematik'' (S. 1) ergibt sich: ``Einschreibebücher vertreten einen relativ einheitlichen Typus von Dokumenten'' (S. 1); sie sind bedeutsam ``für die Geschichte der Mathematik,\dots des mathematischen Unterrichts,\dots für die Bildungsgeschichte und die Volkskunde'' (S. 1). Der Verfasser begründet deren Auftreten -- vom 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen und niederländischen Raum ``bis zur heutigen Ukraine, Frankreich, England und Schottland'' (S. 2); sie wurden unter Umständen ``als Hausbuch weitergeführt'' (S. 2) -- mit soziologischen, volkswirtschaftlichen und politischen Erfordernissen, doch: ``Bis ins 19. Jahrhundert ist die Tendenz zu beobachten, dass die Lehrerstelle möglichst wenig Kosten verursachen soll,\dots'' (S. 2); ferner: ``Einem geregelten Unterricht stand zudem lange Zeit\dots die Gepflogenheit entgegen, Kinder bei\dots Arbeiten\dots einzusetzen'' (S. 3); die die Zeiten überdauernde Winterschule wird zitiert, zudem kostete, ``sofern ein Lehrer oder Schulehalter den Unterricht erteilte,\dots der Unterricht im Rechnen mehr als derjenige im Lesen oder Schreiben'' (S. 3); begabten Kindern wurde hie und da ermöglicht, ``etwas Besonderes zu lernen'' (S. 4). NEWLINE-- Der Verfasser lobt ``die im allgemeinen ausgeschriebene und flüssig wirkende Schrift in Einschreibebüchern'' (S. 4), vermutlich von meist 14- bis 17-Jährigen, auch Mädchen. Offen bleibt, wie und wo Zwischenrechnungen für einzelne Fragestellungen durchgeführt wurden; Linienrechnen war damals noch üblich, selbst in einem Druck von 1831. NEWLINE-- Der Verfasser verweist auf die ``recht einheitliche Reihenfolge'' (S. 5) des Inhalts der Einschreibebücher, wo gegenüber anderen Werken auch ``resolvieren'', ``reduzieren'' (= Umwandlung einer Größe in eine Bruchgröße der nächst höheren Sorte), ``inverse regula de tri'' und ``regula de quinque'' (= wiederholter Dreisatz) (S. 5) auftreten, ergänzt ``durch inhaltlich bestimmte Aufgabentypen'' (S. 5); er stellt gemäß ``Damit folgt der Rechenkurs dem Stoffstrukturierungsprinzip der `Aufgabendidaktik',\dots'' (S. 5) den Bezug zu diesem Fachgebiet her, doch ``Gelegentlich stoßen wir in Einschreibebüchern auf inhaltliche Brüche und Inkonsequenzen, schwierigere Teile vor leichteren\dots' (S. 5 f.), wobei etwa hinsichtlich Unterhaltungsmathematik ``vor allem Aufgaben zur Progressionsrechnung'' (S. 6) hervortreten. NEWLINE-- Zum eigentlichen Unterrichtsablauf lässt sich ``nur in Einzelfällen'' (S. 6) etwas sagen. Einschreibebücher zeigen gelegentlich unterschiedliche Schriften, vermutlich Schüler und Lehrer. ``Die Aufgaben wurden vielfach diktiert, die Lösungen an die Tafel geschrieben oder gleichfalls diktiert.'' (S. 7) Belobigung erfährt die oft aufwendig, gar kunstvoll gestaltete Form dieser Handschriften. NEWLINE-- ``Aus den Einschreibebüchern lassen sich sicher Schlüsse auf die Verbreitung gedruckter Rechenbücher ziehen'' (S. 7); Johann Hemeling und Christian Pescheck schienen diesbezüglich ``besonders beliebt zu sein'' (S. 7). -- Von der Problemstellung her ein aktueller, freilich nur knapper, doch reichlich mit Literatur und Fußnoten versehener Beitrag; sozusagen eine Ergänzung zu gängigen Themen der ``Rechenmeisterschule''. -- Es ließen sich noch weitere verdienstvolle Arbeiten und Untersuchungen, z.B. die von Jürgen Kühl, anführen.NEWLINENEWLINEFor the entire collection see [Zbl 1242.01001].
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