Meteorologische Anwendung der Strömungslehre (Q570553)
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scientific article; zbMATH DE number 2554570
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Meteorologische Anwendung der Strömungslehre |
scientific article; zbMATH DE number 2554570 |
Statements
Meteorologische Anwendung der Strömungslehre (English)
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1932
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Diese Veröffentlichung stellt - als Beitrag im \textit{Bjerknes}schen Festband - eine Reihe von Gedanken und Anregungen zusammen, deren spätere Durcharbeitung angekündigt wird. - Besonderes Interesse verdienen die auf meteorologische Vorgänge übertragenen Ergebnisse aus dem Gebiet der hydrodynamischen Turbulenzforschung. Hier hat der vom Verf. eingeführte Begriff des ``Mischungsweges'' die atmosphärischen Turbulenzuntersuchungen außerordentlich befruchtet und vorangetrieben. Seine Einführung in die \textit{Schmidt}sche Austauschgleichung führt sofort auf das logarithmische in Bodennähe gültige Windgesetz und läßt einen Einblick in die Rauhigkeitseinflüsse des Bodens (Rauhigkeitslänge) auf die Windänderung mit der Höhe zu. - Die zweite Anwendung befaßt sich mit den Einfluß\ der thermischen Schichtung auf die Austauschvorgänge. In einem weiteren Abschnitt wird der Einfluß\ der Zeitdauer und - bei großräumigen Problemen - der der \textit{Coriolis}kraft untersucht. Es wird eine sich horizontal bewegende Luftmasse angenommen, die zur Zeit \(t=0\) mit dem Boden in Berührung kommt; die sich mit der Zeit ausbildende Höhe der Reibungsschicht wird berechnet und in einem Diagramm dargestellt, ebenso der zeitliche Ablauf der Geschwindigkeit in einer festen Höhe \(z\) innerhalb der Reibungsschicht. Schließlich wird durch sehr interessante Schlußfolgerungen die Höhe der planetarischen Grenzschicht berechnet, die sich durch das Mitwirken der \textit{Coriolis}kraft überall auf der Erdoberfläche einstellt; der sich ergebende Zahlenwert stimmt recht gut zur Beobachtung. Bemerkenswert ist die Abhängigkeit dieser Höhe von der Bodenrauhigkeit (Rauhigkeitslänge \(z_0\)), die über die im ersten Abschnitt hergeleitete Schubspannungsbeziehung in die Endformel eingeht. - Den Abschluß\ bilden Betrachtungen über das Zustandekommen der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation. Freilich scheinen die Geschwindigkeitsprofile, die nach der Ansicht des Verf. den Rücktransport der nach Norden geschafften Luft zulassen würden, in den gemäßigten Breiten aerologisch kaum belegt.
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