Die Übersiedlung Leonhard Eulers von Berlin nach St. Petersburg. (Q570960)
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scientific article; zbMATH DE number 2554887
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Die Übersiedlung Leonhard Eulers von Berlin nach St. Petersburg. |
scientific article; zbMATH DE number 2554887 |
Statements
Die Übersiedlung Leonhard Eulers von Berlin nach St. Petersburg. (English)
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1931
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Die vorliegende Schrift bietet wesentlich mehrmals der Titel vermuten läßt; denn sie beschränkt sich nicht auf die Schilderung der Übersiedlung \textit{Leonhard Euler}s von Berlin nach Petersburg und auf die Aufsuchung der Gründe, die ihn dazu bewogen haben. Indem sie auch über die Wirksamkeit \textit{Euler}s während seines ersten und zweiten Petersburger Aufenthalts (1727-1741, 1766 bis zu seinem Tode 1783) und über seine Berliner Jahre (1741-1766) einen eingehenden, durch die Wiedergabe von zahlreichen Briefstellen belebten Bericht erstattet, gibt sie einen Ausschnitt aus seiner Lebensbeschreibung, der die Jahre seiner fruchtbarsten Tätigkeit umfaßt, und einen Einblick in das geistige Leben Mitteleuropas um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Besonders eingehend werden die Berliner Jahre behandelt. Verf. ist der Meinung, daß \textit{Friedrich der Große} aus persönlichen Gründen und nicht, weil er die Stellung der Mathematik im Kreise der Wissenschaften gering einschätzte, \textit{Euler} ziehen ließ. Die Darstellung zeigt, wie \textit{Euler}, in Berlin mit Spannung erwartet und mit hohen Ehren aufgenommen, sich dort zunächst in jeder Beziehung sehr wohl fühlte, wie aber allmählich eine Mißstimmung in ihm emporwuchs, die seinen Weggang von Berlin veranlaßte. Restlos aufgeklärt werden können diese Gründe aber nicht. Die zahlreichen eingestreuten Briefstellen machen die Lektüre besonders interessant. So wird in einem Brief, den \textit{Leonhard Euler}s ältester Sohn \textit{Johann Albrecht} am 16./27. 9. 1771 an seinen Onkel \textit{Formey} richtete, eine noch ganz unter dem großen Eindruck stehende Schilderung der Staroperation gegeben, die der Augenarzt Baron \textit{Wenzel} am Tage vorher an \textit{Leonhard Euler} vorgenommen hatte, und durch die ihm vorübergehend das Augenlicht zurückgegeben wurde. -- Als Anlagen werden aus dem Preußischen Staatsarchiv einige Immediatberichte wiedergegeben, die \textit{Euler} dem König erstattet hat, und die sich besonders auf Berufungsangelegenheiten, z. B. auf die Berufung \textit{Segner}s von Göttingen nach Halle, beziehen.
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