Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache. (Q571242)
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scientific article; zbMATH DE number 2555103
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache. |
scientific article; zbMATH DE number 2555103 |
Statements
Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache. (English)
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1931
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Die vorliegende Arbeit führt, gestützt auf die Ergebnisse neuerer logischer und logistischer Analysen -- an denen Verf. wesentlich beteiligt ist -- den Nachweis, daß die vorgeblichen Sätze der Metaphysik sinnlos sind in der strengen Bedeutung dieses Wortes, d. h. daß sie überhaupt keine Sätze der wissenschaftlichen Sprache darstellen. -- Verf. unterscheidet zwei Arten von ``sinnlosen Sätzen'' oder ``Scheinsätzen'': Solche, in denen Begriffe auftreten, denen keine bestimmte Bedeutung zugewiesen ist, und solche, die aus Wörtern mit bestimmter Bedeutung syntaxwidrig zusammengesetzt sind; zu der letztgenannten Art gehören insbesondere diejenigen Wortreihen, die gegen die Regeln der Typentheorie verstoßen. Verf. gibt eine eingehende Analyse dieser beiden Arten von Scheinsätzen und erläutert die beiden Haupttypen und ihre verschiedenen Unterformen an Hand zahlreicher Beispiele aus der Metaphysik. -- Im Anschluß hieran wird gezeigt, daß aus rein logischen Gründen eine Metaphysik, die eine Erkenntnis über das Erfahrbare hinaus erstrebe, unmöglich sei, und daß es daher -- ganz unabhängig von der Frage der Vollständigkeit der Reihe der zuvor kritisch zergliederten Beispiele - grundsätzlich keine metaphysischen Sätze geben könne; dies Ergebnis wird außer auf die spekulative Metaphysik im engeren Sinne auch auf die Wert- und Normphilosophie bezogen. -- Zum Schluß erörtert Verf. die Frage, weshalb die Metaphysik so lebhaftes Interesse finden und so starke Wirkungen ausüben könne, wenn sie nichts andres darstelle als eine Gesamtheit von Scheinsätzen. Er gelangt zu der Antwort: ``Die (Schein-)Sätze der Metaphysik dienen nicht zur Darstellung von Sachverhalten, weder von bestehenden (dann wären es wahre Sätze) noch von nicht bestehenden (dann wären es wenigstens falsche Sätze); sie dienen zum Ausdruck des Lebensgefühls''; die Metaphysik erweist sich also als ein -- allerdings unzulänglicher -- ``Ersatz ... für die Kunst''.
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