Über den Aufbau der experimentellen Physik. (Q571246)
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scientific article; zbMATH DE number 2555106
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über den Aufbau der experimentellen Physik. |
scientific article; zbMATH DE number 2555106 |
Statements
Über den Aufbau der experimentellen Physik. (English)
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1931
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Verf. nimmt zu den vorstehend besprochenen kritischen Bemerkungen \textit{v. Asters} und \textit{Vogels} zu seinem Buche ``Das Experiment'' Stellung. Er legt dar, daß es ihm weniger um Erledigung von Detailproblemen als um ``Gewinnung des umfassenden Systems der rationalen Erkenntnis'' zu tun sei. Da dieses System aber gerade so beschaffen sei, ``daß sein letztes Fundament ein im Geltungssinne absolutes, sich selbst begründendes ist, so ist Kritik an diesem System niemals von außen her möglich, sondern nur so, daß man sich auf die Fundamente des Systems selbst stellt.'' -- Obgleich \textit{v. Aster} und \textit{Vogel} diese Voraussetzung nicht erfüllen, erörtert Verf. ihre Einwände auch im einzelnen; er wirft der \textit{v. Aster-Reichenbach}schen Definition des starren Körpers Zirkelhaftigkeit vor und nennt deren Ansicht von der Fortbildung der Wissenschaft dogmatisch. Seine prinzipielle Einstellung zum Wissenschaftsbegriff sei eben eine fundamental andere als die von \textit{v. Aster-Reichenlach}. Er wolle nicht eine heute vorliegende Physik erklären, sondern ``die Physik als ``absolutes System'' \(\ldots\) auf eine Weise begründen, welche bis in die letzten Geltungsgründe allen skeptischen Einwänden entzogen ist''. Dieses absolute System, das \(F\)-System, führe dann auch zu neuen physikalischen Einsichten. ``Da nun das \(F\)-System zum ersten Male wirklich zu zeigen vermag, wie Messungen überhaupt zustande kommen, so hat es auch in der Hand, wirklich zu entscheiden, was bezüglich der Messungen passieren kann.'' Es zeige, daß auch in größeren Bereichen keine Abweichung von den \(F\)-Gesetzen, z. B. von der Gültigkeit der euklidischen Geometrie, vorkommen könne. Auch sei es nicht die empirische Tatsache der Gleichheit von träger und schwerer Masse, durch die Verf. im \(F\)-System zur Gleichsetzung dieser Begriffe ermächtigt werde, ``sondern umgekehrt, der Umstand, daß meine Aufstellungen die einzig konsequente natürliche Anordnung der Maßnahmen zur Gewinnung des Massenbegriffs wiedergeben, zeigt den \textit{Grund} dafür, warum man schwere und träge Masse überall proportional findet''.
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