Mathematische Instrumente. (Q5910182)
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scientific article; zbMATH DE number 2628262
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Mathematische Instrumente. |
scientific article; zbMATH DE number 2628262 |
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Mathematische Instrumente. (English)
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1912
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Die vorliegende Schrift füllt eine wirkliche Lücke in der deutschen Literatur aus. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten mathematischen Instrumente, ihre Bauart, ihre Theorie, ihre Fehler, hier und da auch Anweisungen über ihren Gebrauch. Die Anwendung der gebräuchlichsten mathematischen Instrumente, wie Rechenschieber, Rechenmaschine, Planimeter, Integraph usw. ist in den letzten Jahren besonders in der technischen Praxis mehr und mehr gestiegen, und mancher Apparat, der wohl früher als geistreiche Spielerei angesehen wurde, ist heute zu einem oft unentbehrlichen Hülfsmittel des angewandten Mathematikers geworden. -- Die große Mehrzahl der Mathematiker -- man muß das leider sagen -- hat sich im allgemeinen diesem Zweige unserer Wissenschaft bis jetzt nicht sehr entgegenkommend gezeigt, und man scheint hier und da vergessen zu haben, daß \textit{Leibniz} nicht nur die Infinitesimalrechnung entdeckt, sondern auch die erste brauchbare Rechenmaschine konstruiert hat. Das vorliegende Buch gibt Gelegenheit, sich auf dem in Rede stehenden Gebiet recht gut zu orientieren. Das Buch zerfällt in neun Abschnitte: 1. Arithmetische Apparate mit logarithmischer Skale (ziemlich ausführliche Betrachtungen über Rechenschieber und verwandte Vorrichtungen). 2. Rechenmaschinen (allgemeine Grundsätze, nach denen die Rechenmaschinen arbeiten sollen; Beschreibung der hauptsächlichsten Formen einschließlich der Multiplikationsmaschinen und der Differenzmaschinen für tabellarisches Rechnen). 3. Die Meßrolle (Bemerkungen über dieses wichtigste Konstruktionselement der Kurvimeter, Planimeter und derartiger Apparate). 4. Stetige Rechenapparate (gemeint sind damit solche, die durch Einstellung auf einer Skale zu jedem Werte des Arguments den Funktionswert abzulesen gestatten; einiges über die Auswertung höherer Transzendenten wäre erwünscht gewesen). 5. Differentiatoren (Apparate, die zu einer gezeichneten Kurve die Kurve der Differentialquotienten liefern; einen wirklich brauchbaren Differentiator scheint es doch immer noch nicht zu geben, und ohne Zweifel sind die graphischen Verfahren, von den numerischen gar nicht zu reden, den Instrumenten hier noch überlegen). 6. Kurvenmesser. 7. Flächenmesser (Planimeter; sehr ausführliche, zum Teil allzu breite Darstellung, die auch theoretische Überlegungen berücksichtigt). 8. Apparate zur harmonischen Analyse (der jetzt recht verbreitete und auch recht brauchbare Analysator von Mader wird nicht erwähnt). 9. Integraphen (einschließlich der Apparate zur Integration von Differentialgleichungen). -- Den Schluß der Schrift bildet ein nicht sehr vollständiges Literaturverzeichnis und ein Register. Bei der Fülle des vorhandenen Materials war natürlich eine gewisse Auswahl zu treffen. Die Zeicheninstrumente sind weggelassen, um den Umfang der Schrift nicht zu verdoppeln. Der Verf. kann des Dankes und der Anerkennung bei allen angewandten Mathematikern gewiß sein.
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