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Zur Theorie des Regenbogens und ihrer experimentellen Prüfung. - MaRDI portal

Zur Theorie des Regenbogens und ihrer experimentellen Prüfung. (Q5910510)

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scientific article; zbMATH DE number 2635402
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English
Zur Theorie des Regenbogens und ihrer experimentellen Prüfung.
scientific article; zbMATH DE number 2635402

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    Zur Theorie des Regenbogens und ihrer experimentellen Prüfung. (English)
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    1910
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    Der erste Teil der Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Problems. Der Verf. wird darin den Arbeiten von \textit{Descartes, Spinoza, Airy, Just} und \textit{Chr. Wiener} gerecht. Der letztere war in seiner Arbeit schon beträchtlich über das Ziel der anderen hinausgegangen, indem er sich von Vereinfachungen seiner Vorgänger frei machte und eine Integration über die genaue Wellenfläche ausführte, um die Lage des Regenbogens und der überzähligen Bogen zu berechnen. Auch zog derselbe Forscher zur Kontrolle seiner Rechnungen Beobachtungen von \textit{Miller} an Wasserstrahlen und \textit{Pulfrich} an Glaszylindern heran. Trotz der bei den meisten Werten vorhandenen Übereinstimmungen zeigten sich doch auch beträchtliche Abweichungen, so daß bei der Verschiedenheit der zugrunde gelegten Konstanten eine Entscheidung über die Richtigkeit der Rechnungen in Frage gestellt war. Aus dem Grunde ist das Ziel der vorliegenden Arbeit, unter Zugrundelegung derselben Konstanten die rechnerische und beobachtende Arbeit noch einmal vorzunehmen und dabei auch die Beobachtungen auf Kugeln auszudehnen. Grundlegend für die Rechnung ist dabei die \textit{Wiener}sche Methode. Anstatt das \textit{Wiener}sche graphische Verfahren zur Ermittlung der Koordinaten der Wellenlinie anzuwenden, wurde rein analytisch verfahren, wobei zum Vergleich die Methode von \textit{Mascart} zur Berechnung des Regenbogenphänomens herangezogen wurde. Mancherlei Schwierigkeiten ergaben sich bei der Beobachtung der im einfarbigen Lichte auftretenden hellen und dunklen Streifen an Glaskugeln und Zylindern. Zunächst störte nämlich die örtliche Inkonstanz der notwendigerweise sehr starken Lichtquelle und zweitens die schwach elliptische Ausbildung der Querschnitte. Doch konnte letztere Schwierigkeit für Kugeln wenigstens durch Berechnung behoben werden. Aus der Arbeit ergibt sich eine völlig hinreichende Übereinstimmung zwischen Messung und Rechnung, die bei den übrigen Beobachtern nicht erzielt worden ist. Das Fehlen von Messungsfehlern vorausgesetzt, ergibt sich, daß die einfache Zugrundelegung der \textit{Mascart}schen Rechnung nicht völlig genügt.
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