Über die Ausbreitung der Wellen in der drahtlosen Telegraphie. (Q5910689)
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scientific article; zbMATH DE number 2639163
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über die Ausbreitung der Wellen in der drahtlosen Telegraphie. |
scientific article; zbMATH DE number 2639163 |
Statements
Über die Ausbreitung der Wellen in der drahtlosen Telegraphie. (English)
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1909
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Die erste Arbeit (JFM 40.0944.01) ist ein Auszug aus der zweiten (JFM 40.0944.02). Die Wellen der drahtlosen Telegraphie wurden bisher entweder als \textit{Hertz}sche Wellen in der Luft (Raumwellen) oder als \textit{Hertz}sche Drahtwellen (Oberflächenwellen) angenommen. Für den zweiten Wellentyp fehlte aber der Existenzbeweis. Das Auftreten dieser Wellen ist an eine Ungleichung zwischen den Materialkonstanten beider Medien geknüpft. Indem gezeigt wird, daß diese unter den Verhältnissen der drahtlosen Telegraphie stets erfüllt ist, wird der Existenzbeweis für die Oberflächenwellen erbracht. Dabei wird gezeigt, daß im allgemeinen eine scharfe Sonderung zwischen Raum- und Oberflächenwellen unmöglich ist. Die Oberflächenwellen treten als ein wesentlicher und unter gewissen Umständen überwiegender Bestandteil des elektromagnetischen Feldes hervor, begleitet von Raumwellen, die unter gewissen anderen Umständen ihrerseits überwiegen. Bei der zahlenmäßigen Berechnung tritt die numerische Entfernung des Aufpunktes vom Sender hervor, eine Größe, die von der absoluten Entfernung und den Materialkonstanten in bestimmter Weise abhängt. Folgerungen der Theorie sind: 1. Das Verhältnis zwischen Oberflächen- und Raumwellenanteil ist von der Erdung und überhaupt von der Anordnung des Senders unabhängig, ausgenommen sind die Einfach-Antennen und die unsymmetrischen geknickten Sender. 2. Die Größe der numerischen Entfernung und damit zugleich der Charakter der Wellen wird sehr wesentlich bestimmt durch die Bodenbeschaffenheit. 3. Eine Vergrößerung der Wellenlänge ist für die Überwindung großer Entfernungen günstig. 4. Die Annahme vollkommener Leitfähigkeit ist nur bei Seewasser innerhalb eines sehr engen Bereiches erlaubt. 5. Die mit den Oberflächenwellen notwendig verknüpfte Absorption im zweiten Medium bewirkt eine radiale Dämpfung. 6. Für sehr kleine numerische Entfernungen überwiegt der Baumwellen-, für größere der Oberflächenwellentypus, wahrend von einer gewissen Entfernung ab diese wieder hinter ienen zurücktreten.
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