Vorlesungen über die Theorie der Wärmestrahlung. (Q5911128)
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scientific article; zbMATH DE number 2649026
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Vorlesungen über die Theorie der Wärmestrahlung. |
scientific article; zbMATH DE number 2649026 |
Statements
Vorlesungen über die Theorie der Wärmestrahlung. (English)
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1906
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Die Verdienste des Verf. um die Ausbildung der Theorie der Wärmestrahlung sind allbekannt. Von den 20 Nummern, die in dem Verzeichnis seiner Schriften aus dem Gebiete der Wärmestrahlung von 1896 bis 1902 enthalten sind, fehlt im Jahrbuche nur ein kürzerer Artikel: ``Vereinfachte Ableitung der Schwingungsgesetze eines linearen Resonators im stationär durchstrahlten Felde'' (Physik. Zeitschr. 2, 530-534, 1901). Eine einheitliche, zusammenfassende Darstellung dieser zerstreut veröffentlichten, grundlegenden Untersuchungen ist daher eine willkommene Gabe. Über die Ausführung dieses Planes lassen wir den Verf. selbst reden. ``Ursprünglich war es nur meine Absicht gewesen, die Ergebnisse meiner eigenen, vor zehn Jahren begonnenen Untersuchungen über die Theorie der Wärmestrahlung in eine zusammenhängende Darstellung zu vereinigen; doch bald zeigte es sich als wünschenswert, auch die Grundlagen dieser Theorie, von den \textit{Kirchhoff}schen Sätzen über das Emissions- und Absorptionsvermögen angefangen, mit in die Behandlung hineinzuziehen, und so machte ich den Versuch, ein Lehrbuch zu schreiben, welches zugleich auch zur Einführung in das Studium der gesamten Theorie der strahlenden Wärme auf einheitlicher thermodynamischer Grundlage zu dienen geeignet ist. Dementsprechend nimmt die Darstellung ihren Ausgang von den einfachen bekannten Erfahrungssätzen der Optik, um durch allmähliche Erweiterung und Hinzuziehung der Ergebnisse der Elektrodynamik und der Thermodynamik zu den Problemen der spektralen Energieverteilung und der Irreversibilität vorzudringen. Hierbei bin ich öfters, wo es mir sachliche oder didaktische Gründe nahelegten, von der sonst üblichen Art der Betrachtung abgewichen, so insbesondere bei der Ableitung der \textit{Kirchhoff}schen Sätze, der Berechnung des \textit{Maxwell}schen Strahlungsdruckes, der Ableitung des \textit{Wien}schen Verschiebungsgesetzes und seiner Verallgemeinerung auf Strahlungen von beliebiger spektraler Energieverteilung. Die Resultate meiner eigenen Untersuchungen habe ich überall an den entsprechenden Stellen mit in die Darstellung hineingearbeitet\(\dots.\) Die hier entwickelte Theorie erhebt keineswegs den Anspruch, als vollkommen abgeschlossen zu gelten, wenn sie auch, wie ich glaube, einen gangbaren Weg eröffnet, um die Vorgänge der Energiestrahlung von dem nämlichen Gesichtspunkte aus zu überblicken wie die der Molekularbewegungen''
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