Ueber das allgemeine Windsystem der Erde. (Q5913428)
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scientific article; zbMATH DE number 2688998
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ueber das allgemeine Windsystem der Erde. |
scientific article; zbMATH DE number 2688998 |
Statements
Ueber das allgemeine Windsystem der Erde. (English)
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1889
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Der Aufsatz enthält zunächst eine Erwiderung auf die vergleichende Kritik, die Hr. Sprung in der ``Meteorologischen Zeitschrift'' (F. d. M. XXII. 1890. 1241, JFM 22.1241.02) an den Theorien Ferrel's und des Verfassers geübt hat. Im Anschluss daran hebt der Verf. die principiellen Verschiedenheiten hervor, die zwischen seiner Auffassung und derjenigen Ferrel's bestehen. Er bestreitet, dass der Flächensatz in der Form der Erhaltung des Rotationsmomentes bei der Verschiebung der mit der Erdoberfläche rotirenden Luft im meridionalen Sinne zur Geltung käme; es wäre nämlich nicht einzusehen, welche Kräfte die zur Erhaltung des Rotationsmomentes notwendige Vergrösserung der lebendigen Kraft der rotirenden Luftmassen bewirken sollten. Auch die Richtigkeit einer anderen Annahme Ferrel's, dass nämlich auf geneigten Flächen gleichen Luftdruckes die überlagernden Luftschichten herabgleiten müssten, bestreitet der Verf.; auf solchen Flächen fände ebenso wenig wie auf Niveauflächen ein Antrieb zu tangentialer Verschiebung statt. Der Verf. entwickelt dann noch einmal die Grundgedanken seiner Theorie und fasst dieselbe schliesslich in neun Sätzen zusammen, von denen hier nur der erste und letzte angeführt sein mögen: ``Alle Luftbewegungen beruhen auf Störungen des indifferenten Gleichgewichtszustandes der Atmosphäre und erfüllen den Zweck der Wiederherstellung desselben.'' -- ``Minima und Maxima des Luftdrucks sind Folgen der Temperatur und Geschwindigkeit der Luftströmungen in den höheren Schichten der Atmosphäre.'' -- Als wesentlichste Aufgabe der Meteorologie erscheint ihm demnach die Erforschung der Ursachen und Folgen der Störungen des indifferenten Gleichgewichtes der Atmosphäre; als wichtigste Aufgabe der Wetterprognose aber die Erforschung der geographischen Herkunft der Luftströme, die auf ihren Wegen nach den Polen hin über uns fortziehen.
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