Sur quelques notions fondamentales dans la théorie générale des opérations linéaires. (Q5921978)
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scientific article; zbMATH DE number 2506856
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Sur quelques notions fondamentales dans la théorie générale des opérations linéaires. |
scientific article; zbMATH DE number 2506856 |
Statements
Sur quelques notions fondamentales dans la théorie générale des opérations linéaires. (English)
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1940
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Gegeben ist ein Fundamentalbereich \(\varOmega\) von Elementen \(f\), \(g\), für die eine Addition und Subtraktion erklärt ist, die außer den üblichen Regeln noch folgende Eigenschaft hat: Ist \(f_1 + f_2 = g_1 + g_2 = f\), so existieren Elemente \(f_{11}\), \(f_{12}\), \(f_{21}\), \(f_{22}\), so daß \(f_{11} + f_{12} = f_1\), \(f_{21} + f_{22} = f_2\), \(f_{11} + f_{21} = g_1\), \(f_{12} + f_{22} = g_2\) ist. Ein Beispiel für \(\varOmega\) bilden die nichtnegativen und stetigen im Intervall \([a, b]\) erklärten Funktionen. \(f_{ik}\) ist gleich \(\dfrac{f_i(x) g_k(x)}{f(x)}\) zu setzen, wie man sofort sieht, damit die obige Eigenschaft erfüllt ist. In \(\varOmega\) werden nun lineare positive Operationen \(A\) betrachtet, d. h. \(Af \geqq 0\) und \(A(f_1 + f_2) = Af_1 + Af_2\). Ist \(A_1f \leqq A_2 f\) für jedes \(f\), so heißt \(A_1\) Minorante von \(A_2\), \(A_2\) Majorante von \(A_1\), \(A_1 \leqq A_2\). Es wird bewiesen, daß jede Menge \(\{A\}\) von Operationen \(A\) eine größte Minorante besitzt und, falls überhaupt eine gemeinsame Majorante existiert, so auch eine kleinste (Bezeichnung inf \(\{A\}\) bzw. sup \(\{A\}\)). Es gilt \(\inf \{A + B\} = \inf \{A\} + \inf \{B\}\) für beliebige Mengen \(\{A\}\), \(\{B\}\) von Operationen, wobei auf der linken Seite alle Summen \(A + B\), \(A \in \{A\}\), \(B \in \{B\}\) einzusetzen sind. Ist \(\inf \{A, B\} = 0\), so heißen \(A\) und \(B\) disjunkt, \(A \| B\). Es werden einige Rechenregeln über disjunkte Operationen abgeleitet. Ist \(A \leqq B\) und \(A \| B - A\), so heißt \(A\) ein disjunkter Teil von \(B\). Eine Menge von Operationen \(A\) heißt eine vollständige Familie, wenn sie \ 1) mit \(A\) alle seine Minoranten enthält, \ 2) stets die Summe zweier ihrer Elemente enthält, \ 3) die kleinsten Majoranten der majorisierbaren Teilmengen enthält. Es gilt: Ist \(\{A^\prime\}\) die Menge aller zu allen \(A\) aus \(\{A\}\) disjunkten Operationen, \(\{A^{\prime\prime}\}\) die analog zu \(\{A^\prime\}\) gebildete Menge, so sind \(\{A^\prime\}\) und \(\{A^{\prime\prime}\}\) vollständige Familien und \(\{A^{\prime\prime}\}\) ist die kleinste \(\{A\}\) umfassende vollständige Familie. -- Der Bereich der linearen Operationen wird jetzt erweitert, es werden auch die Differenzen \(B - C\) positiver Operationen zugelassen. Jede solche Operation \(A\) läßt sich eindeutig als Differenz \(A = \text{ pos } A - \text{ neg } A\) (pos \(A = \sup (A, 0)\), neg \(A = \sup ( -A, 0)\)) zweier disjunkter positiver Operationen darstellen. Die Begriffe inf, sup, \(A \| B\) lassen sich sofort übertragen auf diese Operationen. Es wird nun ein Funktionalkalkül in folgender Weise eingeführt. E sei positiv und fest gegeben, \(A\) gehöre zur vollständigen Familie von \(E\). Es wird für \(\infty < -\lambda < +\infty\) \ \(P_\lambda = \text{ pos } (\lambda E - A)\) und \(N_\lambda = \text{ neg } (\lambda E - A)\) gebildet. Die Funktionen \(P_\lambda f\), \(N_\lambda f\) sind von rechts differenzierbar, man erhält so die Operationen \(P_\lambda^\prime\), \(N_\lambda^\prime\). Es wird \(P_\lambda^\prime = E_\lambda\) gesetzt und bewiesen, daß \(E_\lambda\) und \(E - E_\lambda\) disjunkte Teile von \(E\) sind mit \(E_{-\infty} = 0\), \(E_{+\infty} = E\). Entsprechend zerfällt \(A\) in die disjunkten Teile \(A_\lambda = \lambda P_\lambda^\prime - P_\lambda\) und \(A - A_\lambda\) mit \(A_{-\infty} = 0\), \(A_{+\infty} = A\). Ist nun \(\varPhi(\lambda\)) eine im Stieltjes-Lebesgueschen Sinn bezüglich der \(E_\lambda f\) integrierbare Funktion, so läßt sich die Operation \(\varPhi_E(A) = \int\limits_{-\infty}^{+\infty} \varPhi(\lambda) \, dE_\lambda\) bilden. Diese Operationen werden näher untersucht. Ist \(\varPhi_1(\lambda) \cdot \varPhi_2 (\lambda) \equiv 0\), so sind \(\varPhi_{1 E}(A)\) und \(\varPhi_{2E} (A)\) disjunkt; daraus ergibt sich, daß den unteren bzw. oberen Einhüllenden von endlich und unter gewissen Voraussetzungen auch von unendlich vielen \(\varPhi_i (\lambda)\) die Operationen \(\inf \{\varPhi_{iE}(A)\}\) bzw. \(\sup \{\varPhi_{iE}(A)\}\) entsprechen. Daraus ergibt sich leicht, daß für alle bezüglich \(E_\lambda\) integrablen Funktionen \(\varPhi (\lambda)\) die Zusammensetzung der Funktionen \(\varPhi_1(\varPhi_2)\) unmittelbar die Zusammensetzung der entsprechenden Operationen liefert. Diese Resultate werden noch auf Funktionen mehrerer Variablen \(\varPhi (\lambda_1, \lambda_2, \dots)\) übertragen; z. B. entspricht \(\lambda_1 \cdot \lambda_2\) das Produkt \(AB\) der Operationen. Ist \(c\varPhi(\lambda, \mu) = \varPhi(c\lambda, c\mu)\), also \(\varPhi\) positiv homogen von der 1. Ordnung, so wird \(\varPhi_E(A, B)\) sogar von \(E\) unabhängig. Die Arbeit schließt mit einigen Bemerkungen über mögliche Erweiterungen des Fundamentalbereiches \(\varOmega\).
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